Politik & Gesellschaft

Mi. 25.11.2026

19 Uhr
Studio

Eintritt frei

In den frühen 2000er Jahren schien die Integration der Volksrepublik China in den globalen Kapitalismus nahezu reibungslos zu funktionieren. Heute sind die sino-amerikanischen Beziehungen auf einem Tiefpunkt angelangt. Westliche Regierungen fordern eine „Entkopplung“ von China oder „De-Risking“. In der Volksrepublik sind seit dem Machtantritt von Xi Jinping die Kontrollen der Kommunistischen Partei über alle Bereiche der Gesellschaft verstärkt worden. Mit der Aufhebung der Beschränkung der Amtszeiten des Präsidenten und Altersbegrenzung bei Spitzenämtern gibt es keine institutionalisierte Nachfolgeregelung mehr. Während es um die 2010er Jahre zu proletarischen Massenstreiks kam, sind heute Konfliktachsen stärker um das Verhältnis von Zentrum und Peripherie angesiedelt (Taiwan, Xinjiang, Hongkong). Felix Wemheuer analysiert in seinen Vortrag die Entwicklung der chinesischen Gesellschaft sowie die Widersprüche, welche das staatskapitalistische Modell hervorbringt.

Felix Wemheuer ist Professor für Moderne China-Studien an der Universität zu Köln. Zu seinen Veröffentlichungen gehören „Social History of Maoist China“, „Marx und der globale Süden“, „Chinas große Umwälzung“ sowie eine Biografie von Mao Zedong. Er studierte „Geschichte der KPCh“ an der Volksuniversität in Beijing (2000-2002), war  Gastwissenschaftler an der Harvard Universität (2008-2010), Fudan Universität in Shanghai (2018, 2023) und an der Academia Sinica in Taibei (2023 und 2024). Seine neusten Veröffentlichungen sind „Die Zukunft mit China denken“ (herausgeben mit Daniel Fuchs u.a.) sowie „China: Land von Widersprüchen und Vielfalt“.
Er betreibt den Youtube-Kanal „Studying Maoist China“. https://www.youtube.com/@felixwemheuerstudyingmaois1051/videos

Lesetipp zur Einführung: Die Linke kommt um China nicht herum - Rosa-Jacobin --> https://jacobin.de/china-debatte-linke-taiwan-xi-konferenz-staatskapitalismus/

Veranstalter:innen > attac Düsseldorf in Kooperation mit zakk