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The L-Words mit Lisa Tracy Michalik
femmz & kom!ma präsentieren
Lesbische Literatur neu erleben. Mit dabei: Lisa Tracy Michalik mit einem Ausblick auf ihren kommenden Roman und "Aufzeichnungen eines Krokodils" von Qiu Miaojin
Mit dem Format The L-Words entsteht ein außergewöhnlicher literarischer Abend, der Vergangenheit und Gegenwart miteinander verwebt: Eine lebende Autorin trifft auf eine Stimme aus der Geschichte. Die Texte einer bereits verstorbenen Schriftstellerin werden von einer Sprecherin oder Schauspielerin neu zum Leben erweckt – und treten in einen spannungsvollen Dialog mit der Gegenwart.
Im Zentrum stehen lesbische Autorinnen und literarische Werke mit lesbischen Hauptfiguren – ihre Geschichten, ihre Perspektiven und ihr oft übersehener Beitrag zur Literaturgeschichte. The L-Words widmet sich den Anfängen lesbischen Schreibens, den ersten veröffentlichten Texten und deren kultureller und gesellschaftlicher Bedeutung. Dabei wird auch der historische Kontext beleuchtet, in dem diese Werke entstanden sind: Zeiten von Unsichtbarkeit, gesellschaftlicher Ausgrenzung, aber auch mutigem Ausdruck und leiser Rebellion.
Der Abend schafft Raum für Reflexion und Einordnung: Wie haben sich Darstellungen lesbischer Identitäten im Laufe der Zeit verändert? Welche Themen, Konflikte und Ausdrucksformen ziehen sich durch die Jahrzehnte – und was hat sich verschoben? Die Gegenüberstellung von damaligen und heutigen Stimmen eröffnet neue Perspektiven auf Authentizität, Selbstermächtigung und literarische Entwicklung.
The L-Words ist zugleich Lesung, Gespräch und kulturelle Spurensuche. Ein Format, das Sichtbarkeit schafft, literarische Traditionen würdigt und zeigt, wie lebendig und relevant lesbische Literatur heute ist.
MIT DABEI:
Lisa Tracy Michalik ist Autorin, Medien und Kulturwissenschaftlerin, Moderatorin sowie Mitgründerin und Herausgeberin von defrag zine für feministisch_utopische Gedankenexperimente. Sie lebt und arbeitet zwischen Düsseldorf und Berlin.
Ihr Schreiben versteht sie als experimentell, dezidiert queer und in einer widerständigen afrodiasporischen Tradition verankert – beispielsweise spielt sie gerne mit der visuellen Form von Texten und der Übersetzung von Klang in Buchstaben. Sie schreibt Prosa, Lyrik und Drehbuch und beschäftigt sich mit Themen wie Erinnerung, Begehren, Familie und Zeitlichkeit.
(Stellvertretend durch eine Sprecherin dabei) Qiu Miaojin: Aufzeichnungen eines Krokodils
„Aufzeichnungen eines Krokodils“* von Qiu Miaojin (1994) ist ein queerer taiwanesischer Roman über Lazi, deren obsessive Liebe zu Shui Ling und gesellschaftliche Kämpfe mit Humor und Tiefgang, der als Kultbuch der Overseas-Chinese-Community gilt.
CN: Suizid
In Kooperation mit Queere Geschichte(n) Düsseldorf e.V., LUSBD, kom!ma und Lesben Lesen (intersektional feministischer Buchclub)
Veranstalter:innen > zakk