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Wenn eine Trennung tödlich endet
Femizide aus Sicht des Straf- und Familienrechts
Zwei Juristinnen im Gespräch – mit anschließender Fragerunde und Diskussion
Femizide sind keine Einzelfälle. Die Zahlen sind alarmierend: 2023 wurden in Deutschland 360 Frauen und Mädchen getötet, 155 davon durch (Ex-)Partner. Die Tendenz ist seit Jahren steigend. Gleichzeitig steigt die Zahl der Fälle häuslicher Gewalt gegenüber Frauen kontinuierlich.
Hinter diesen Zahlen stehen Menschen — und ein System struktureller Gewalt, das Betroffene nicht ausreichend schützt. Vor diesem Hintergrund ergeben sich zentrale Fragen:
• Wie werden Femizide in Deutschland rechtlich eingeordnet?
• Wie wirksam schützt das Rechtssystem Betroffene?
• Wo stößt dieser Schutz an seine Grenzen?
• Welche Möglichkeiten habe ich als Betroffene von partnerschaftlicher Gewalt?
In Kooperation mit der Regionalgruppe Düsseldorf des Deutschen Juristinnenbundes e.V. beleuchtet diese Veranstaltung Gewalt gegenüber Frauen im familiären Umfeld und Femizide aus zwei zentralen juristischen Perspektiven: dem Strafrecht und dem Familienrecht.
Zwei Rechtsanwältinnen aus den jeweiligen Fachgebieten erläutern praxisnah, was unter einem „Femizid“ verstanden wird, warum der Begriff juristisch schwer fassbar ist und wie sogenannte „Trennungstötungen“ rechtlich bewertet werden. Darüber hinaus wird behandelt, welche Rolle geschlechtsspezifische Motive spielen, welche Erkenntnisse die aktuelle Rechtsprechung liefert und wie neue gesetzliche Entwicklungen, etwa das Gewalthilfegesetz, einzuordnen sind. Auch internationale Ansätze werden in den Blick genommen.
Im Anschluss an das Podiumsgespräch besteht die Möglichkeit für Fragen und Diskussion.
Expertinnen
Dr. Anja Riemann-Uwer, LL.M., Rechtsanwältin und Fachanwältin für Strafrecht, zugelassene Rechtsanwältin am Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag, ehrenamtliche Richterin am Anwaltsgerichtshof NRW. Sie vertritt die Interessen von Geschädigten in Gerichtsverfahren sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene. Als Opferanwältin wird sie vom Weißen Ring empfohlen.
Chrysanthi Fouloglidou, Rechtsanwältin und Fachanwältin für Familienrecht und zertifizierte Verfahrensbeistandin. Sie ist im Familienrecht und Strafrecht tätig, ihren Kanzleisitz hat sie in Düsseldorf. Sie ist unter anderem Vorstandsmitglied im Düsseldorfer Anwaltsverein, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft FORUM Junge Anwaltschaft im Deutschen Anwaltverein, Mitglied im Vorstand der Regionalgruppe Düsseldorf des Deutschen Juristinnenbundes sowie in der Kommission Familien-, Erb- und Zivilrecht des Deutschen Juristinnenbundes.
Moderation
Pauline Hasenclever, Rechtsanwältin.
Veranstalter:innen > zakk