Politik & Gesellschaft

Mi
07.05.2025

19 Uhr
Studio

Eintritt frei

Ein regelmäßig wiederkehrender Streitpunkt bei Debatten über Israel-Palästina besteht darin, inwiefern Kritik an Israel antisemitisch ist. Insbesondere im deutschsprachigen Raum hat sich in diesem Zusammenhang eine Form der Antisemitismuskritik etabliert, die pauschal Solidarität mit dem israelischen Staat und dessen Politik einfordert. Legitimiert wird damit aber auch die Gewalt gegen die palästinensische Bevölkerung auf dem israelischen Staatsgebiet bzw. auf den von Israel kontrollierten Gebieten. Der Vortrag wird aufzeigen, inwiefern diese in der entsprechenden Antisemitismuskritik angelegte Legitimation mit einer rassistischen Charakterisierung von Palästinenser:innen einhergeht und zugleich der Einschränkung von demokratischen Grundrechten Vorschub leistet.

Errol Babacan (Dr. phil.), geb. 1976, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Soziologie der Universität Münster. Er forscht zu Fragen der Migration sowie zur Politischen Soziologie und Ökonomie mit besonderem Schwerpunkt auf dem Politischen Islam und der Türkei.

Laura Höh studierte ebenfalls in Münster.

Veranstalter*innen: zakk