Interkulturelle Arbeit im zakk

Warum Interkultur?
Im Jahr 2005 wurde beschlossen, das Kulturzentrum zakk zu einem Kompetenzzentrum für interkulturelle Arbeit in Düsseldorf zu erweitern. Dies geschah nicht aus einer Laune heraus: In Düsseldorf haben ein Drittel aller BürgerInnen einen Migrationshintergrund, bezogen auf Jugendliche sind es 40%, bei Babys sogar 50%. Die interkulturelle Gesellschaft wird also nicht erst in Zukunft Realität, sondern ist es in Düsseldorf schon längst. Das ist Grund und Anlass genug, sich auf vielen Ebenen zu begegnen und sich auszutauschen.

Für wen denn genau?
zakk als soziokulturelles Zentrum (und Empfänger von öffentlichen Geldern), das „Kultur für alle“ ermöglichen will, muss der Vielfalt der Gesellschaft auch in seiner Programmgestaltung gerecht werden. Denn wenn immer mehr Menschen aus fremden Kulturkreisen auf Dauer bei uns leben, muss ihnen die Möglichkeit gegeben werden, sich in der Stadt und ihrer Umgebung zu verorten und sich mit ihr zu identifizieren.
Dafür müssen Treffpunkte und Freiräume geschaffen werden, um Partizipation am städtischen Kulturleben zu ermöglichen. Es gilt Raum zu schaffen für kulturelle und soziale Teilhabe. So leistet interkulturelle Arbeit einen wesentlichen Beitrag zur Integration.
Auch die Mehrheitsgesellschaft profitiert von so einem Angebot, denn es ermöglicht die Auseinandersetzung mit anderen Kulturen und bereichert das eigene kulturelle Erleben.

Was heißt das jetzt für das zakk Programm?

zakk zeichnet sich durch die vielfältigsten Veranstaltungen, die dem Bereich Interkultur zuzuordnen sind, aus. Weil man Interkultur aber nicht als eine eigene, isolierte Sparte sehen kann, werden wir nicht einzelne Veranstaltungen mit diesem Prädikat versehen. Vielmehr ist Interkultur eine Querschnittsaufgabe, die sich über alle Bereiche von Wort & Bühne, Politik & Gesellschaft bis hin zu Konzerten erstreckt.
So steht sinnliches Erleben beim Besuch eines Konzerts mit z.B. türkischer Musik gleichberechtigt neben einer Info-Veranstaltung zum Thema Integration. Gerade die Diskussion miteinander ist ein wesentlicher Bestandteil eines funktionierenden Miteinanders. Das gegenseitige Vermitteln von Werten, Traditionen und Sprache ist darum ein Schwerpunkt der interkulturellen Arbeit.

Ausgezeichnet!
So ging der diesjährig erstmals verliehene Integrationspreis der Stadt Düsseldorf an das Sprachcamp „InterkulTOUR“, ein innovatives Projekt von der RAA und zakk. Dieser Preis ist nicht nur eine Ehrung, sondern auch Auftrag, die bisher geleistete Arbeit fortzusetzen.
Doch auch ganz „normale“ Veranstaltungen dienen der interkulturellen Arbeit. Es muss ja nicht immer diskutiert oder belehrt werden. Manchmal ist es auch wichtig, einfach zusammen Musik zu hören oder zu machen, zu tanzen oder ein Bier zu trinken. zakk möchte Begegnungsstätte sein und Menschen jeglicher Herkunft ein Forum bieten. Interkultur ist kein verkrampftes Beharren auf Bestehendem. Es ist das aktive und kreative Gestalten einer gemeinsamen Zukunft durch Toleranz, Verständnis und Miteinander.

Kontakt: Robert Hillmanns, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.