Gliederung:

1. Kulturbegriff und Ziele
2. Angebot
2.1. Programm
2.2. Gruppen, Initiativen, Projekte und Werkstätten
2.3. Gastronomie
3. Organisation
3.1. Verein und gGmbH
3.2. Außenverhältnis von zakk

1. Kulturbegriff und Ziele

„Kultur für alle“ ist seit den 70er Jahren Motto des kulturpolitischen Konzeptes für etwas Neues, für einen Aufbruch aus verkrusteten elitären Strukturen, der sogenannten Hochkultur. Parallel und in Wechselwirkung mit den „neuen sozialen Bewegungen“, der Friedens- und Ökologie-, der Frauen-, StudentenInnen- und Antirassismusbewegung hat sich ein neues Kulturverständnis entwickelt, welches gesellschaftliche Verhältnisse und Konflikte nicht ausklammert, sondern zu einem selbstverständlichen Teil des künstlerischen Schaffens und dessen Präsentation macht. Ziel war und ist die kulturelle Eigenbestimmung in selbstverwalteten Orten.

Vor diesem soziokulturellen Hintergrund ist zakk als Verein gegründet und als Kulturzentrum erkämpft worden. In dieser Tradition stehen wir, ihr sind wir verpflichtet, von hier aus haben wir den Kulturbegriff in den letzten Jahren weiterentwickelt. Friedliches Zusammenleben, soziale Gerechtigkeit, Antirassismus und Antifaschismus, Emanzipation und Partizipation sind Werte, an denen sich die Kulturarbeit im zakk weiterhin orientiert.

Soziokultur macht Mut, sie wendet sich gegen Anonymität, Isolation, Fremdbestimmung und Sprachlosigkeit. Sie regt an, gesellschaftliche Themen zu hinterfragen und an Entscheidungsprozessen teilzuhaben. Sie schafft Raum für ästhetische Auseinandersetzungen, die nicht abgehoben sind von der Alltagsrealität. Sie vergrößert den Kreis der Kennerinnen und Kenner und ermöglicht kulturelle Teilhabe.

zakk steht für die Möglichkeiten dieser Teilhabe, für ein genreübergreifendes Angebot mit emanzipatorischen und fortschrittlichen Inhalten. zakk ist Ort für Anregung, Auseinandersetzung und künstlerischen Genuss – offen für alle sozialen Schichten und Gruppen, Frauen und Männer gleichermaßen, unterschiedliche Altersgruppen, Menschen aller Nationalitäten. zakk macht keine Sozialarbeit, aber setzt sich mit sozialen Fragen auseinander.

Als nicht gewinnorientierte Organisation mit demokratischen Strukturen erhält sich zakk die größtmögliche Unabhängigkeit und sichert so die notwendigen Freiräume, die kulturelles, künstlerisches, soziales und politisches Leben und Handeln möglich machen.

zakk ist seit seiner Gründung selbst zu einer Düsseldorfer Institution geworden. Die Arbeit von zakk hat einen Rahmen bekommen, der erhalten und ausgebaut werden soll. zakk versteht sich als Teil der freien Kulturszene, als Teil der Düsseldorfer Kulturlandschaft und beansprucht zur Erfüllung seiner Aufgaben und Ziele öffentliche Mittel. Die Finanzierung von Kultur ist, wie bei Bildung, Sozialem und Verkehr, selbstverständliche Aufgabe des Staates.

zakk bietet Programm, Werkstätten und Raum, um möglichst vielen Menschen ein Ausprobieren von Neuem auf kulturellem Gebiet zu ermöglichen.


2. Das Angebot


2.1 Das Programm

zakk hat Angebote entwickelt, die interkulturelle, alters- und schichtenübergreifende Kommunikation möglich machen. Diese Gesamtausrichtung hat oberste Priorität in der Angebotsplanung. Veranstaltungen zu Politik, Stadtplanung, zu Wahlen, sozialen Themen und Sexualität gehören genauso dazu wie engagiertes Kabarett, freies Theater, Musik, Literatur, Bewegung und Werkstätten. zakk achtet darauf, dass einzelne zielgruppenorientierte Veranstaltungen diesen Anspruch in der Summe erfüllen.

Neben den klassischen Veranstaltungsformen werden von zakk auf das jeweilige Thema zugeschnittene Mischformen der kulturellen Vermittlung entwickelt, die den soziokulturellen Anspruch besonders deutlich machen. Durch diese Veranstaltungen wird die Kommunikation zwischen KünstlerInnen und ZuschauerInnen gefördert.

Das Programm von zakk ist nicht nur gesellschaftlich reaktiv, sondern unbedingt aktiv.

Einschränkungen, die bei der Prioritätensetzung berücksichtigt werden müssen, sind die räumliche und personelle Situation und der finanzielle Rahmen. Wichtig ist zakk dabei die größtmögliche Unabhängigkeit von den Zuschussgebern. Dazu achtet zakk grundsätzlich auch auf Defizitausgleich, um nicht in die Abhängigkeit von Kreditgebern zu kommen.

Nach dem Grundverständnis und den Zielen werden möglichst viele künstlerische Ausdrucksformen gefördert. Also auch jene, die wenig Umsatz einbringen. Um diese dennoch möglichst umfangreich im Angebot vertreten zu haben, werden zielgerichtet auch solche Veranstaltungen ins Programm genommen, die durch ihre bekannte Umsatzstärke Defizite anderer Veranstaltungen ausgleichen können. Für die dabei angestrebte Balance trägt das ganze zakk Sorge.

zakk macht Kultur für Alle, deshalb sind die Preise so gestaltet, dass auch Menschen mit wenig Geld Angebote des Zentrums wahrnehmen können.

Der Kooperations- und Vernetzungsgedanke ist ein wesentlicher Bestandteil der Angebotsplanung. Neben der Zusammenarbeit mit anderen Kommunikationszentren wird die Zusammenarbeit mit Institutionen, Vereinen und Gruppen gesucht.

zakk bedient die Sparten „Politik und Gesellschaft“, „Wort und Bühne“, „aktuelle Musik“ und „Party und Treffpunkt“. Diese Sparten verstehen wir als stabile Verstrebungen in das kulturelle Leben der Stadt. Sie stellen das Grundgerüst des zakk-Programms und bleiben gleichzeitig unbedingt offen für neue Ansätze und Veranstaltungsformen. Sie sind stetig in Bewegung und bedürfen sowohl klassischer – als auch medialer Ausgestaltung.

Ziele für das zakk Programm sind insgesamt aber nicht durch Nennung bestimmter Genres zu bestimmen. Vielmehr sind sie durch die genannten inhaltlichen und qualitativen Forderungen gegeben, die hier noch einmal in Statementform und als Prüfsteine jeder Programmplanung folgen:

1. zakk denkt vor der Planung.

An erster Stelle steht die Frage: Für wen machen wir das?
Aus dieser Frage ergibt sich unter anderem das "Wie".

2. zakk reflektiert.

Keine der Veranstaltungen bleibt ohne Echo; jede wird nachbesprochen, in mehreren formellen und vielen informellen Vorgängen. Diese Reflektion ist Ausgangspunkt für neue Planung, verdichtet sich zu Know-How, aber nicht zu Routine.

3. zakk probiert aus.

Neue kulturelle Formen werden bemerkt, diskutiert, auf zakk-Tauglichkeit geprüft, ausgestaltet, ausprobiert.

4. zakk lädt ein.

Die Mehrzahl der Veranstaltungen macht die BesucherInnen zum Akteur - und sei es beim Tanzen auf den Partys.

5. zakk fragt nach.

Bittet um Rückmeldung, bietet Foren für Kritik, bleibt lernwillig.

6. zakk vorverurteilt nicht.

zakk ist nicht eitel, zwingt nicht, sondern bemüht sich in jeder Hinsicht um Zwanglosigkeit - und sogar um Spaß.


2.2. Gruppen, Initiativen, Projekte und Werkstätten

Die Unterstützung von Gruppen, Initiativen, Projekten und Werkstätten sind neben dem Programmangebot ein Bestandteil der zakk-Arbeit. Dafür wird Infrastruktur und Know-How zur Verfügung gestellt.

Vereine und Gruppen, die zakk konforme Ziele haben, können im zakk unentgeltlich Räume nutzen, wobei aber weder zeitlich noch räumliche dauerhafte Exklusivrechte eingeräumt werden können.

zakk ist parteipolitisch ungebunden, aber politisch nicht neutral. Damit die politischen Freiräume erhalten bleiben, werden an alle Parteien Räumlichkeiten zu gleichen und transparenten Bedingungen vergeben. Parteien, deren politische Ziele den Zielen des Zentrums entgegenstehen, können keine Räume im zakk mieten.

zakk kann eigenständige Kursangebote machen, unterstützt aber auch selbstorganisierte Werkstätten und Projekte.


2.3. Gastronomie

Die zakk - Gastronomie ist integraler Bestandteil des Gesamtangebots. Attraktive Speise- und Getränkeangebote gehören ebenso dazu wie Qualität, Service und Verbindlichkeit.

Die Räumlichkeiten der zakk-Kneipe verstehen sich als Treffpunkt. Die persönliche Kommunikation der BesucherInnen hat hier Vorrang, Musik und Kunstausstellungen werden daher behutsam eingesetzt. Ausnahmen sind bei einzelnen Veranstaltungen möglich.

Die Zusammensetzung des Angebotes berücksichtigt soziale, politische und ökologische Aspekte. Auch hier gilt, dass die Preise so zu gestalten sind, dass auch weniger verdienende Menschen, Arbeitslose und SozialhilfeempfängerInnen Angebote der Gastronomie wahrnehmen können. Es gibt keinen Verzehrzwang.



3.Organisation

3.1. Verein und gGmbH

zakk steht für einen sozialen und demokratischen Kulturbegriff. Dieser spiegelt sich auch in der Organisation des Zentrums.

Träger des Zentrums ist der gemeinnützige Verein zakk e.V.. Der Verein ist, vertreten durch den Vorstand, Gesellschafter der gemeinnützigen GmbH, deren einzige Geschäftsaufgabe in dem Betreiben des Zentrums liegt. Diese Aufgabe übernimmt die gGmbH in einer möglichst transparenten und demokratischen Struktur, die auch die Belange der MitarbeiterInnen stets verantwortlich im Auge hat.

zakk Verein und gGmbH fördern die Mitsprache von Mitgliedern, MitarbeiterInnen und NutzerInnen am Entwicklungsprozess des Zentrums durch Beteiligung an grundsätzlichen Diskussionen.

Kritik und Anregungen werden ernst genommen und führen nach Abwägung und Prüfung zu Konsequenzen. Jeder Teil der zakk-Organisation hat Ort, Verfahren und Verlauf dieser Diskussionen transparent und öffentlich darzustellen.


3.2. Außenverhältnis von zakk

zakk ergreift Partei für alle und mit allen, die für politische, soziale und kulturelle Chancengleichheit und Selbstbestimmung arbeiten. zakk setzt sich für alle Bestrebungen zur Emanzipation und Partizipation ein, für Völkerverständigung, Frieden und Abrüstung, Umweltschutz und eine gerechte Welt. zakk gibt den unterschiedlichsten Organisationen und Gruppen, die sich einem dieser Ziele verpflichtet haben, Raum.

So wird durch das konkrete Angebot und Programm von zakk auch der politische Standpunkt von zakk gesetzt.

Das gesamte zakk, Mitglieder und MitarbeiterInnen, haben die Aufgabe, Programm und Ziele nach außen zu vertreten. In diesem Rahmen ist auch der Vorstand des Vereins kulturpolitisch aktiv.



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Die "Ziele der zakk Arbeit" sind unter Federführung des Vereinsvorstandes, im Dialog mit Geschäftsführung, Programmplanung und interessierten MitarbeiterInnen und Mitgliedern in 2009 verfasst worden.
Der Vorstand des zakk e.V. / Dezember 2009





Gliederung:
1. Kulturbegriff und Ziele
2. Angebot
2.1. Programm
2.2. Gruppen, Initiativen, Projekte und Werkstätten
2.3. Gastronomie
3. Organisation
3.1. Verein und gGmbH‚
3.2. Außenverhältnis von zakk
1. Kulturbegriff und Ziele
„Kultur für alle“ ist seit den 70er Jahren Motto des kulturpolitischen Konzeptes für etwas Neues, für einen Aufbruch
aus verkrusteten elitären Strukturen, der sogenannten Hochkultur. Parallel und in Wechselwirkung mit den „neuen sozialen
Bewegungen“, der Friedens- und Ökologie-, der Frauen-, StudentenInnen- und Antirassismusbewegung hat
sich ein neues Kulturverständnis entwickelt, welches gesellschaftliche Verhältnisse und Konflikte nicht ausklammert,
sondern zu einem selbstverständlichen Teil des künstlerischen Schaffens und dessen Präsentation macht. Ziel war
und ist die kulturelle Eigenbestimmung in selbstverwalteten Orten.
Vor diesem soziokulturellen Hintergrund ist zakk als Verein gegründet und als Kulturzentrum erkämpft worden. In dieser
Tradition stehen wir, ihr sind wir verpflichtet, von hier aus haben wir den Kulturbegriff in den letzten 30 Jahren weiterentwickelt.
Friedliches Zusammenleben, soziale Gerechtigkeit, Antirassismus und Antifaschismus, Emanzipation
und Partizipation sind Werte, an denen sich die Kulturarbeit im zakk weiterhin orientiert.
Soziokultur macht Mut, sie wendet sich gegen Anonymität, Isolation, Fremdbestimmung und Sprachlosigkeit. Sie regt
an, gesellschaftliche Themen zu hinterfragen und an Entscheidungsprozessen teilzuhaben. Sie schafft Raum für ästhetische
Auseinandersetzungen, die nicht abgehoben sind von der Alltagsrealität. Sie vergrößert den Kreis der Kennerinnen
und Kenner und ermöglicht kulturelle Teilhabe.
zakk steht für die Möglichkeiten dieser Teilhabe, für ein genreübergreifendes Angebot mit emanzipatorischen und fortschrittlichen
Inhalten. zakk ist Ort für Anregung, Auseinandersetzung und künstlerischen Genuss – offen für alle sozialen
Schichten und Gruppen, Frauen und Männer gleichermaßen, unterschiedliche Altersgruppen, Menschen aller
Nationalitäten. zakk macht keine
Sozialarbeit, aber setzt sich mit sozialen Fragen auseinander.
Als nicht gewinnorientierte Organisation mit demokratischen Strukturen erhält sich zakk die größtmögliche Unabhängigkeit
und sichert so die notwendigen Freiräume, die kulturelles, künstlerisches, soziales und politisches Leben und
Handeln möglich machen.
zakk ist seit seiner Gründung selbst zu einer Düsseldorfer Institution geworden. Die Arbeit von zakk hat einen Rahmen
bekommen, der erhalten und ausgebaut werden soll. zakk versteht sich als Teil der freien Kulturszene, als Teil
der Düsseldorfer Kulturlandschaft und beansprucht zur Erfüllung seiner Aufgaben und Ziele öffentliche Mittel. Die Finanzierung
von Kultur ist, wie bei Bildung, Sozialem und Verkehr, selbstverständliche Aufgabe des Staates.
zakk bietet Programm, Werkstätten und Raum, um möglichst vielen Menschen ein Ausprobieren von Neuem auf kulturellem
Gebiet zu ermöglichen.
2. Das Angebot
2.1 Das Programm
zakk hat Angebote entwickelt, die interkulturelle, alters- und schichtenübergreifende Kommunikation möglich machen.
Diese Gesamtausrichtung hat oberste Priorität in der Angebotsplanung. Veranstaltungen zu Politik, Stadtplanung, zu
Wahlen, sozialen Themen und Sexualität gehören genauso dazu wie engagiertes Kabarett, freies Theater, Musik, Literatur,
Bewegung und Werkstätten. zakk achtet darauf, dass einzelne zielgruppenorientierte Veranstaltungen diesen
Anspruch in der Summe erfüllen.